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Hazy Osterwald
09-05-2012 15:13 eingetragen von Silvio Mira
Jazzmusiker und Showmaster
verstorben am 26.2.2012
Nachruf von Jimmy T. Schmid
SJO am Jazz Festival Ascona
01-05-2012 19:25 eingetragen von Silvio Mira
Ausstellung des SwissJazzOrama anlässlich des Jazz Festivals Ascona, 32. bis 30. Juni 2012:
Jazz Ladies - Jazz-Frauen
Collegio Papio Ascona, offen jeweils 11:00 bis 19:00 Uhr
Ueli Staub verstorben
30-04-2012 12:53 eingetragen von Silvio Mira
Ueli Staub, 1. Januar 1934 bis 10. April 2012
Liebe Crewmembers, liebe Jazzfreunde
Leider müssen wir Euch mittteilen, dass Ueli Staub im Alter von 78 Jahren in Thun verstorben ist.
Ueli Staub – sein vielfältiges Leben und Schaffen in wenigen Zeilen zusammenzufassen, ist gleich der Quadratur des Kreises. Hier einige der wichtigsten Stationen seines Lebens - in und um den Jazz herum:
Ueli Staub kam im Juli 1953 zu einem herrenlosen Vibraphon, das ein Musiker der Jazzband „Metronome Five“ stehen liess nach einem Streit. Und mit diesem Vibraphon wurde Ueli Staub zum Vibraphonisten – durch gutes Zureden von Martin Hugelshofer. Und auch das Metronome Quintett wurde gleichzeitig geboren! Alle Musiker hatten jedoch harte Arbeit zu leisten, denn Ueli genoss wohl während einiger Jahre eine Stunde pro Woche Klavier-unterricht, natürlich in klassischer Musik, jedoch Jazzschulen waren damals weit und breit nicht in Sicht! Mit viel Fleiss und mit grosser Begabung machte Ueli sich daran, den Jazz und das Vibraphon im Selbststudium zu erlernen. 1960 wurde Ueli Staub am Internationalen Jazzfestival Zürich 1960 zum besten Solisten erkoren und das Metronome Quintett mit Felix Rogner am Bass, Gerry Ceccaroni am Schlagzeug, Martin Hugelshofer am Klavier mit dem 1. Preis der Stadt Zürich ausgezeichnet. Die Band feierte grosse Erfolge, auch mit Internationalen Auftritten.
Nebenbei spielte er auch mit den „Five Blazers“ und bekannterweise mit dem „Robi Weber Quartett“.
Verheiratet mit der bekannten TV-Frau Margrit Hadorn wohnte er in Grüningen im Zürcher Oberland. In späteren Jahren zügelte das Ehepaar nach Thun.
Ueli Staub war ein grosser Donator des SwissJazzOrama. Er hinterliess uns infolge Wohnungswechsel seine LP-Sammlung und er verhalf dem SwissJazzOrama zur Ausstellung „Jazzstadt Zürich“. Weiter verfasste er diverse Artikel für uns und unterstützte uns auch finanziell.
Wir trauern um einen guten Jazzfreund.
Zum Andenken an Ueli findet voraussichtlich am Sonntag, 23. September 2012 im Musikcontainer ein „In Memoriam“-Konzert statt.
Tod von Raymond Court
16-04-2012 16:27 eingetragen von Silvio Mira
Raymond Court, 2.12.1932 – 2/3.03 2012
In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2012 ist Raymond Court im Alter von 79 Jahren, wenige Tage nach seinem Kollegen, dem Trompeter Hazy Osterwald, gestorben.
In den frühen Fünfzigerjahren tritt er in der Romandie mit Jean Bionda, Raymond Droz und Peter Freivogel auf. 1954 gewinnt den Preis als bester Trompeter am Jazzfestival in Zürich, ein Jahr darauf wird er als absolut bester Solist ausgezeichnet. Ab 1955 spielt er im legendären Flavio Ambrosetti Quintett mit Georges Gruntz, Pierre Favre und Erich Peter. Er ist einer der Entdecker von Daniel Humair. Ab 1958 spielt er in der Formation von Kurt Weil zusammen mit Erich Peter, Pierre Favre und später Daniel Humair in verschiedenen Ländern Europas. 1960 wird er am Jazzfestival von Juan-les-Pins als bester europäischer Trompeter des Festivals mit der „Trompette d’Or“ ausgezeichnet. Er ist später in Paris mit Kenny Clarke, Bud Powell, René Utréger, Lou Benett und Martial Solal zu hören.
Als Trompeter war Raymond Court keiner Stilrichtung zuzuordnen. Er verinnerlichte Louis Armstrong ebenso wie Dizzy Gillespie. Er bezeichnete diese Fähigkeit als „mon côté caméleon“. Unter Musikern gilt Raymond Court als einer der wichtigsten Trompeter in der Geschichte des Schweizer Jazz. Court war in Kleinformationen ein souveräner Leadtrompeter mit einem perfekten „Timing“, grosser rhythmischer Sicherheit, grosser Risikofreudigkeit, viel Humor und mit einem ausserordentlichen Musikgehör.
Er war einer der wenigen Spitzenmusiker, der nie Noten lesen konnte. Er hatte eine grosse Begabung, Musik zu memorisieren und hörte intuitiv alle musikalischen Zusammenhänge. Deshalb verschmähte er das Blattlesen für sich als unnötigen Ballast. Diese Verweigerung hat seiner beruflichen Laufbahn als Musiker geschadet. Deshalb hatte Raymond Cour zwischenzeitlich immer wieder als Möbelschreiner gearbeitet. Dies war sein gelernter Beruf, den er liebte („l’ébénisterie – quel beau métier“).
In Bern war Raymont Court vor allem als Trompeter der Red Hot Peppers bekannt, mit denen er ab 1976 fast dreissig Jahre aufgetreten ist.
Ein Höhepunkt in seiner Karriere waren 1992 die Aufnahmen mit Cedar Waltons Eastern Rebellion u.a. mit dem legendären Drummer Billy Higgins und die anschliessenden Auftritte mit diesem Quintett in den USA.
Beachtung fand auch sein Quintett mit Peter Candiotto, das am Jazz Festival in Montreux 1985 zu hören war, sowie die Einspielungen mit Thierry Lang und Alvin Queen.
Franz Biffiger

